Kahle Stellen an den Ellbogen beim Labrador – Ursachen, Allergie & was tun?sind ein Thema, das in Tierarztpraxen und Hundeforen immer wieder zur Sprache kommt. Viele Halter betrachten kahle Ellbogen zunächst nicht als gesundheitliches Problem, da sie das Allgemeinbefinden des Hundes meist nicht sichtbar beeinträchtigen. Aus ästhetischer Sicht wirken raue, kahle Ellbogen jedoch wenig gepflegt. Zudem können solche Veränderungen auf Belastungen oder Hautprobleme hinweisen.
Im Folgenden erklären wir, warum beim Labrador kahle Stellen, Verdickungen oder Schwielen an den Ellbogen entstehen können und was man dagegen tun kann.

Kahle Stellen an den Ellbogen beim Labrador: Mögliche Ursachen
In den meisten Fällen entstehen kahle Stellen an den Ellbogen durch anhaltenden Druck auf die Gelenkbereiche. Besonders Labradore sind dafür anfällig, da sie ein hohes Körpergewicht haben und sich häufig hinlegen.
Zu den häufigsten Ursachen zählen:
- Dauerhaftes Liegen auf harten Böden
Fliesen, Laminat oder Steinböden belasten die empfindliche Haut an den Ellbogen. Viele Hunde suchen diese kühlen Flächen gezielt auf, vor allem bei Wärme. - Übergewicht oder Gelenkprobleme
Ein erhöhtes Körpergewicht verstärkt den Druck auf Ellbogen- und Sprunggelenke. Auch genetisch bedingte Gelenkerkrankungen können zu vermehrter Belastung führen. - Raue oder synthetische Teppiche
Harte Teppichoberflächen und Kunstfasern können die Haut zusätzlich reizen und die Haarstruktur schädigen. - Hormonelle Ungleichgewichte
Störungen im Hormonhaushalt können die Elastizität der Haut beeinträchtigen und Haarausfall begünstigen. - Unausgewogene Ernährung
Ein Mangel an Vitaminen, Spurenelementen oder essentiellen Fettsäuren wirkt sich negativ auf Haut und Fell aus. - Hauterkrankungen
Kahle Stellen, Krusten, Verhärtungen oder Risse an den Ellbogen können Symptome von Dermatitis, Hygromen, Pilz- oder bakteriellen Infektionen sein. Bei Schmerzen, Nässen oder offenen Stellen sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.
Haarlose Ellbogen, Risse und Schwielen beim Labrador
Kahle Ellbogen gehen häufig mit Verdickungen, Schwielen oder rissiger Haut einher. Bleiben diese Veränderungen unbeachtet, können sich Entzündungen entwickeln. Deshalb ist eine frühzeitige Beobachtung und Pflege wichtig.

Können Allergien kahle Stellen an den Ellbogen beim Labrador verursachen?
Eine Allergie beim Labrador kann durchaus eine der Ursachen für kahle Stellen, Verhornungen und raue Haut an den Ellbogen sein. Bei allergischen Reaktionen wird die Haut insgesamt empfindlicher: Sie verliert an Elastizität, trocknet schneller aus und regeneriert sich schlechter. Selbst normaler Druck auf die Ellbogen – etwa beim Liegen auf dem Boden – kann unter diesen Umständen dazu führen, dass das Fell in diesen Bereichen dünner wird oder ganz ausfällt.
Hinzu kommt, dass Allergie beim Labrador häufig mit Juckreiz verbunden ist. Viele Hunde lecken oder knabbern zwar vor allem an Pfoten, Bauch oder Brust, verändern dabei aber ständig ihre Liegeposition, liegen länger als gewöhnlich oder suchen gezielt kühle, harte Flächen auf. All das erhöht die Belastung der Ellbogengelenke. Die Folge: Die Haut verdickt sich, wird rau, es bilden sich Krusten, Risse und ausgeprägte haarlose Stellen.
Besonders wahrscheinlich ist ein allergischer Zusammenhang, wenn die kahlen Ellbogen nicht das einzige Symptom bleiben. Rötungen, Schuppen, unangenehmer Hautgeruch, häufiges Ohrkratzen, tränende Augen oder Verdauungsprobleme können zusätzliche Hinweise darauf sein, dass eine Allergie beim Labrador vorliegt. In solchen Fällen helfen äußerliche Maßnahmen wie Cremes oder weichere Liegeplätze oft nur kurzfristig. Ohne die Behandlung der eigentlichen Ursache kehren die Hautveränderungen immer wieder zurück.
Deshalb sollten kahle Stellen an den Ellbogen nicht nur als kosmetisches Problem betrachtet werden. Sie können ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass die Haut insgesamt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Eine tierärztliche Abklärung, die Anpassung der Ernährung und gegebenenfalls eine gezielte Allergiebehandlung tragen dazu bei, dass sich Haut und Fell des Labradors nachhaltig erholen – nicht nur an den Ellbogen, sondern am ganzen Körper.
Was tun, wenn der Labrador Fell an den Ellbogen verliert?
Zunächst sollte die Liegeumgebung des Hundes angepasst werden:
- Der Hund sollte nicht dauerhaft auf harten Böden liegen.
Gewöhnen Sie ihn an einen weichen Schlafplatz und üben Sie konsequent das Kommando „Platz“. - Bei Bedarf können spezielle Ellbogenschoner verwendet werden, um den Druck zu reduzieren.
- Wenn der Hund wegen Hitze den kühlen Boden bevorzugt, helfen Kühlmatten, Ventilatoren oder eine gute Raumlüftung.
Viele Halter beobachten, dass sich kahle Stellen im Sommer bessern, wenn der Hund sich überwiegend auf weichem Untergrund im Garten oder auf Rasen aufhält.
Kahle Stellen an den Ellbogen beim Labrador: Ernährung und Hautpflege nicht vernachlässigen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Fütterung. Lassen Sie den Speiseplan von einem Tierarzt oder Tierernährungsberater überprüfen. Oft helfen:
- hochwertige Proteine
- Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
- Vitamin- und Mineralstoffzusätze (nach Rücksprache mit dem Facharzt)
Auch die Verdauung sollte im Blick behalten werden. Durchfall, Verstopfung, Schleim oder Blut im Kot können auf innere Probleme hinweisen, die sich ebenfalls auf Haut und Fell auswirken.
Zur äußerlichen Pflege eignen sich milde, hautverträgliche Produkte. Trockene Haut kann vorsichtig mit pflegenden Salben oder Cremes geschmeidig gehalten werden. Offene oder entzündete Stellen sollten antiseptisch behandelt und tierärztlich kontrolliert werden.
Kahle Stellen an den Ellbogen beim Labrador: Wann ist ein Tierarztbesuch notwendig?
Haarlose Stellen an den Ellbogen beim Labrador können Begleiterscheinungen von Hauterkrankungen wie atopischer Dermatitis, Demodikose oder bakteriellen Infektionen sein. Bestehen Rötungen, Schmerzen, Nässen oder offene Wunden, ist eine dermatologische Untersuchung mit entsprechenden Tests dringend zu empfehlen.
Kahle Stellen an den Ellbogen beim Labrador: Fazit
Kahle Stellen an den Ellbogen beim Labrador: sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern können auf Belastung, Pflegefehler oder gesundheitliche Ursachen hinweisen. Werden die Auslöser früh erkannt und behoben, kann sich die Haut regenerieren und das Fell wieder nachwachsen. Eine weiche Liegefläche, angepasste Ernährung und rechtzeitige tierärztliche Abklärung sind der Schlüssel, um Ellbogenprobleme dauerhaft zu vermeiden.












