Das Kommando „Zähne zeigen“ gehört in Deutschland zur Basisausbildung (Grundgehorsam) und ist ein wichtiger Bestandteil im Alltag mit dem Hund.
Es dient dazu, dass der Hund ruhig und ohne Widerstand sein Gebiss zeigt, wenn es notwendig ist.
Das ist besonders wichtig:
- zur Kontrolle, ob der Hund etwas Verbotenes aufgenommen hat;
- bei der Untersuchung durch den Tierarzt;
- bei Hundeausstellungen (Pflicht zur Gebisskontrolle);
- für die regelmäßige Zahnpflege und Mundhygiene.
Ein Hund, der dieses Kommando beherrscht, lässt sich stressfrei untersuchen und bleibt auch in ungewohnten Situationen ruhig.
Kommando „Zähne zeigen“: So lernt es der Hund

Um einem Hund das Kommando „Zähne zeigen“ beizubringen, ist Vertrauen die wichtigste Grundlage.
Die Beziehung zwischen Mensch und Hund sollte ruhig, freundlich und stabil sein.
Mit dem Training kann bereits im Welpenalter begonnen werden, frühestens ab dem 3. Lebensmonat.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Rufen Sie den Hund zu sich und lassen Sie ihn mit dem Kommando „Sitz!“ Platz nehmen.
- Sagen Sie ruhig und klar: „Zähne zeigen!“
- Öffnen Sie mit beiden Händen sanft die Lefzen des Hundes.
- Loben Sie sofort: „Ja, brav! Gut gemacht!“
- Geben Sie ein kleines Leckerli als Belohnung.
- Beenden Sie die Übung mit „Lauf!“ oder „Okay!“.
Wichtig: Kein Zwang, kein hastiges Greifen, keine Hektik.
Übung steigern: Gebiss kontrollieren

Sobald der Hund ruhig bleibt und das Öffnen der Lefzen akzeptiert, kann die Übung erweitert werden:
- Öffnen Sie vorsichtig das Maul;
- kontrollieren Sie Ober- und Unterkiefer;
- bleiben Sie ruhig und sprechen Sie beruhigend.
Wiederholen Sie die Übung 3–4 Mal täglich in kurzen Einheiten.
Der Lernfortschritt gilt als stabil, wenn der Hund:
- ruhig sitzen bleibt;
- sich nicht entzieht;
- keine Abwehr zeigt.
Alltagstipp
Nach jedem Spaziergang können Sie kurz das Kommando „Zähne zeigen!“ einsetzen, um sicherzustellen, dass der Hund nichts Gefährliches aufgenommen hat.
Wichtig: Verwenden Sie immer denselben Wortlaut, um den Hund nicht zu verwirren. Entscheiden Sie sich z. B. für: „Zähne zeigen!“ oder „Gebiss zeigen!“
Hund „lächeln lassen“: Wichtige Trainingsregeln
Damit der Hund das Kommando zuverlässig beherrscht, beachten Sie folgende Regeln:
- Tägliches Training, maximal 10–15 Minuten;
- Abwechslung mit anderen Grundkommandos;
- Training nur, wenn der Hund gesund und entspannt ist;
- Positive Verstärkung durch Lob und Leckerlis;
- Keine Strafen, kein Schreien, keine Gewalt.
Das Kommando wird leichter gelernt, wenn:
- keine fremden Menschen oder Tiere ablenken;
- der Hund die Abfolge kennt: „Sitz!“ → „Zähne zeigen!“
Nach sicherem Erlernen sollte das Kommando auch unter Ablenkung (z. B. bei Ausstellungen oder beim Tierarzt) geübt werden.
Kommando „Zähne zeigen“ – Schritt-für-Schritt
- Ruhige Vorbereitung
Wählen Sie einen ruhigen Ort ohne Ablenkung und warten Sie, bis der Hund entspannt ist.
- Hund hinsetzen
Lassen Sie den Hund mit dem Kommando „Sitz!“ ruhig neben sich Platz nehmen.
- Kommando geben
Sagen Sie klar und ruhig „Zähne zeigen!“, ohne die Stimme zu erheben.
- Lefzen öffnen
Öffnen Sie sanft mit beiden Händen die Lefzen des Hundes, ohne Druck auszuüben.
- Loben und belohnen
Loben Sie den Hund sofort und geben Sie ein kleines Leckerli.
- Übung beenden
Beenden Sie die Übung positiv mit „Okay!“ oder „Lauf!“.
- Regelmäßig wiederholen
Üben Sie täglich in kurzen Einheiten von maximal 5–15 Minuten.
FAQ – Kommando „Zähne zeigen“ beim Hund
Ja. In Deutschland wird meist das Kommando „Zähne zeigen!“ oder „Gebiss zeigen!“ verwendet. Diese Varianten sind bei Trainern, Tierärzten und auf Ausstellungen üblich.
Das Training kann ab einem Alter von ca. 3 Monaten beginnen, sobald der Welpe ruhig sitzen kann und Vertrauen aufgebaut ist.
Ja, grundsätzlich für alle Hunde. Wichtig ist ein ruhiges, positives Training ohne Zwang – besonders bei ängstlichen oder sensiblen Hunden.
Es erleichtert die Zahnkontrolle, die Untersuchung beim Tierarzt, die Zahnpflege und ist bei Hundeausstellungen Pflicht.
Am besten täglich, in kurzen Einheiten von 5–15 Minuten. Mehrere kurze Wiederholungen sind effektiver als eine lange Trainingseinheit.
Nein. Gewalt oder Zwang sind tabu. Der Hund soll freiwillig und entspannt mitmachen. Nur so wird das Kommando dauerhaft akzeptiert.
Lob, ruhige Stimme und kleine Leckerlis. Die Belohnung sollte sofort nach dem richtigen Verhalten erfolgen.
Nein, besser nicht. Verwenden Sie immer nur ein Kommando, damit der Hund eindeutig versteht, was von ihm erwartet wird.
Fazit
Das Kommando „Zähne zeigen“ lässt sich Hunden in der Regel leicht beibringen, wenn Vertrauen und Geduld vorhanden sind.
Bei regelmäßigem, positivem Training zeigen die meisten Hunde bereits im Alter von 6–8 Monaten freiwillig ihr Gebiss und lassen sich problemlos untersuchen.












