Geburt einer Labradorhündin zu Hause: Schritt für Schritt

Die Geburt einer Labradorhündin ist ein bedeutendes Ereignis für die Hündin und die gesamte Familie. Der Halter macht sich verständlicherweise Sorgen und möchte wissen, wie man sich auf die Geburt eines Retrievers vorbereitet und wie man der Hündin helfen kann. Besonders die ersten Geburten erfordern häufig Unterstützung. Viele Besitzer fragen sich, ob während der Geburt Oxytocin notwendig ist und wie lange eine normale Geburt bei Labradoren dauert. In diesem Artikel beantworten wir alle wichtigen Fragen.

Geburt einer Labradorhündin zu Hause: Schritt für Schritt

Inhalt

Erste Geburt einer Labradorhündin

Findet die Geburt einer Labradorhündin zum ersten Mal statt, ist es sinnvoll, eine erfahrene Geburtshelferin oder eine tiermedizinisch geschulte Person hinzuzuziehen. Bei der ersten Geburt können verschiedene Komplikationen auftreten, etwa fehlende Wehen, eine ungünstige Lage der Welpen oder ein zu enges Becken. Um weder die Mutter noch die Welpen zu gefährden, ist professionelle Unterstützung besonders wichtig.

Eine junge Hündin kann vor oder während der Geburt starke Nervosität zeigen. Um sie etwas zu beruhigen, kann man ihr 5–6 Tropfen Baldrian-Tropfen geben.


Geburt einer Labradorhündin zu Hause: Schritt für Schritt

Labradorhündin vor der Geburt: Vorboten

  1. 2–6 Tage vor der Geburt schwankt die Körpertemperatur der Hündin deutlich.
    Am Tag unterscheidet sie sich oft um 1–2 °C. Einige Tage vor Beginn der Wehen sinkt sie auf 37,2–37,4 °C.
  2. Etwa einen Tag vor der Geburt kann die Hündin das Fressen verweigern.
    Erbrechen ist ebenfalls möglich.
  3. Die Welpen bewegen sich kaum noch.
  4. Der Bauch senkt sich merklich ab.
    Der Rücken wirkt schmaler.
  5. Die Hündin wird unruhig, schläft wenig und beginnt, „Nestbauverhalten“ zu zeigen.
  6. Sie möchte häufiger nach draußen, teilweise bis zu 5–6 Mal pro Tag.
    Leichter Harnverlust kann vorkommen.
  7. Es kann zu schnellerer Atmung oder leichter Atemnot kommen.
  8. Die Augen können gerötet wirken.
  9. Die Hündin sucht geschützte Orte auf und wechselt ständig die Position.
Geburt einer Labradorhündin zu Hause: Schritt für Schritt

Emotionale Verfassung der Hündin vor der Geburt

In den Tagen vor der Geburt einer Labradorhündin kann sich ihr Verhalten rasch verändern. Eine sonst offene Hündin kann plötzlich Rückzug suchen oder – im Gegenteil – vermehrt die Nähe ihres Menschen brauchen. Das hängt mit hormonellen Veränderungen und dem natürlichen Instinkt zusammen, für die Sicherheit des Nachwuchses zu sorgen.

Viele Labradorhündinnen laufen unruhig durch das Haus, beschnuppern immer wieder dieselben Stellen oder sammeln Decken und Spielzeug in einer Ecke. Das ist ihr Versuch, ein Nest vorzubereiten. Wichtig ist, die Hündin nicht zu stören, aber ihr dennoch sanft zu zeigen, wo sich der vorbereitete Wurfplatz befindet.

Wie man die Geburt einer Labradorhündin begleitet

Die Begleitung der Geburt erfordert Ruhe, Aufmerksamkeit und ein gutes Verständnis für den natürlichen Ablauf. Wer weiß, wie eine normale Geburt aussieht, kann die Hündin sicher unterstützen und frühzeitig erkennen, wann Hilfe nötig ist.

Geburt einer Labradorhündin zu Hause: Schritt für Schritt

Normale Positionen des Welpen bei der Geburt

Bei der Geburt einer Labradorhündin kann der Welpe sowohl mit dem Kopf voran als auch mit den Hinterläufen zuerst geboren werden. Beide Geburtspositionen gelten als normal. Zuerst erscheint meist die äußere Fruchtblase. Öffnet sie sich nicht von selbst, zerreißt die Hündin sie normalerweise mit den Zähnen. Platzt die Blase bereits im Mutterleib, tritt eine grau gefärbte Flüssigkeit aus – ein normaler Vorgang.


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Den Welpen sicher aus der Fruchthülle befreien

Wichtig: Öffnen Sie die Hülle erst, wenn der Welpe vollständig geboren ist.

Nach dem Austritt wird der Welpe vorsichtig aus der Membran befreit. Die Hülle wird unterhalb des Kinns erfasst und wie ein Strumpf nach hinten abgezogen. Anschließend wird der Welpe gründlich mit einer sterilen Kompresse abgerieben, damit Schleim und Flüssigkeit entfernt werden.


Geburt einer Labradorhündin: Nabelschnur richtig versorgen

Die Nabelschnur wird etwa 3 cm vom Bauch des Welpen entfernt durchtrennt. Danach wird Flüssigkeit behutsam nach außen ausgestrichen. Die Nabelstelle sollte mit Jodlösung oder 3%igem Wasserstoffperoxid desinfiziert werden.
Leichte Blutungen stoppt man, indem man das Ende etwa 30 Sekunden zusammendrückt. Erst wenn das nicht hilft, wird die Nabelschnur 1 cm vom Bauch mit einem Faden abgebunden – und nur im Notfall.


Den Welpen warm und sicher lagern

Nach einer kurzen Kontrolle auf Auffälligkeiten wird der Welpe in eine vorbereitete Schale mit weicher Unterlage gelegt.
Ist der Raum kühl, sorgt eine warme Wärmflasche unter der Decke dafür, dass der Welpe nicht auskühlt.

Kommt die Nachgeburt nicht von selbst, darf sie vorsichtig herausgezogen werden.


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Atemprobleme nach der Geburt erkennen und behandeln

Hat der Welpe längere Zeit ohne schützende Fruchthülle im Geburtskanal gelegen, kann Atemnot entstehen. Dann helfen:

  • kräftiges Abreiben der Brust mit einem rauen Tuch;
  • vorsichtiges Absaugen der Flüssigkeit mit einem kleinen Saugball (abwechselnd je ein Nasenloch verschließen);
  • tierärztlich: ein Tropfen Cordiamin auf die Zunge.

Die Hündin sollte die Nabelschnur nicht selbst durchbeißen, um Verletzungen zu vermeiden.


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Wenn der Welpe zu groß ist

Ist ein Welpe sehr groß und kommt nur schwer voran, kann man ihn während einer Presswehe sanft halten und bei der nächsten Wehe vorsichtig nach unten ziehen – ohne Kraft, ohne ruckartige Bewegungen.


Ruhig bleiben – der wichtigste Punkt

Während der gesamten Geburt ist es entscheidend, Ruhe auszustrahlen. Labradorhündinnen reagieren sehr feinfühlig auf die Stimmung ihres Menschen. Ein ruhiger, sicherer Halter erleichtert den gesamten Geburtsverlauf.

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Geburt der Labradorhündin: Was tun, wenn lange kein Welpe kommt

Es kann vorkommen, dass die Hündin starke Wehen hat, aber der nächste Welpe dennoch lange auf sich warten lässt. Liegt der Abstand zwischen zwei Welpen bei mehr als 90 Minuten oder wirken die Presswehen nicht mehr effektiv, kann das darauf hindeuten, dass ein Welpe falsch liegt oder im Geburtskanal feststeckt.

In solchen Situationen gilt: Ruhe bewahren, aber nicht zu lange warten.

Sie können die Region um die Vulva sehr vorsichtig abtasten, um festzustellen, ob der Welpe bereits im Geburtskanal tastbar ist und ob sich seine Lage erkennen lässt.

Wichtig:

Wenn nur ein Teil des Welpen sichtbar ist, darf er niemals ruckartig herausgezogen werden.
Dies kann zu Verletzungen der Hündin und des Welpen führen.

Erlaubt ist lediglich:

  • ein sehr sanftes, gleichmäßiges Mitziehen;
  • ausschließlich im Rhythmus der Wehen;
  • immer leicht nach unten, entsprechend der natürlichen Austrittsrichtung.

Bei jedem Zweifel oder ungewöhnlich langen Pausen sollte sofort ein Tierarzt kontaktiert werden.
Labradorhündinnen gebären zwar meist problemlos, doch eine Verzögerung kann für Mutter und Welpen gefährlich werden.


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Geburt der Labradorhündin: Verhalten zwischen den Welpen

Die Pausen zwischen den Geburten können stark variieren – von wenigen Minuten bis zu zwei Stunden. Diese Zeit dient der Hündin dazu, neue Kraft zu sammeln, und den Welpen, um Wärme, Nähe und Pflege zu erhalten.

Eine Labradorhündin zeigt in dieser Phase typisches mütterliches Verhalten:

  1. Sie leckt die Welpen intensiv, um ihre Atmung und Durchblutung zu fördern.
  2. Sie positioniert sie regelmäßig neu, damit alle Zugang zu den Zitzen haben.
  3. Sie schiebt einzelne Welpen sanft mit der Pfote, um sie zum Trinken zu animieren.
  4. Sie verändert ihre Liegeposition, um mehr Platz zu schaffen und die Körperwärme optimal zu verteilen.

Während dieser Zeit sollte der Halter möglichst wenig eingreifen.
Eine ruhige, sichere Umgebung ist entscheidend: kein Lärm, keine Hektik, keine Fremden im Raum.

Wirkt die Hündin unruhig, steht häufig auf oder schiebt einen Welpen weg, kann das auf Erschöpfung oder Schmerzen hinweisen. Dann kann der Halter beruhigend einwirken:

  • leise und ruhig sprechen;
  • Licht gedimmt halten;
  • sanft streicheln, ohne sie abzulenken;
  • sicherstellen, dass sie genug Platz hat und ungestört ruhen kann.

Eine ruhige Atmosphäre hilft der Hündin, ohne Stress in die nächste Geburtsphase zu wechseln.

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Geburt der Labradorhündin: Muss man Oxytocin einsetzen?

Bei einer gesunden Geburt der Labradorhündin kommen die Welpen gewöhnlich im Abstand von 20–30 Minuten zur Welt. Wenn jedoch mehr als 2,5 Stunden ohne einen weiteren Welpen vergehen, sollte unbedingt ein Tierarzt oder eine erfahrene geburtshilfliche Fachkraft hinzugezogen werden.

Wann spricht man von Wehenschwäche?

Wehenschwäche tritt häufig bei sehr großen Würfen auf, meist ab acht Welpen. Durch die starke Dehnung der Gebärmutter verlieren die Muskeln an Kraft, und die Hündin presst über längere Zeit ohne Fortschritt.

Typische Anzeichen:

  • die Hündin presst seit 1–2 Stunden ohne Ergebnis;
  • die Presswehen werden schwächer;
  • sie wirkt erschöpft oder unruhig.

Hier ist tierärztliche Unterstützung wichtig, denn falsche oder zu frühe Stimulation kann gefährlich sein.


Wann darf Oxytocin eingesetzt werden?

Oxytocin sollte nur als letzte Maßnahme und nie ohne tierärztliche Anweisung verwendet werden.

Eine Anwendung kommt infrage, wenn:

  • bereits etwa ein Drittel der Welpen geboren wurde;
  • die Wehen deutlich nachlassen;
  • seit über 90 Minuten kein Welpe erschienen ist;
  • ein Tierarzt eine Wehenschwäche bestätigt hat.

Die übliche Notfalldosis für eine Labradorhündin beträgt 0,4 ml (2 I.E.).
Eine Wiederholung darf frühestens nach 90 Minuten erfolgen.
Die Gesamtdosis pro Geburt sollte 10 I.E. nicht überschreiten.

Geburt einer Labradorhündin zu Hause: Schritt für Schritt

Warum ist Vorsicht so wichtig?

Ein falscher Einsatz von Oxytocin kann:

  • zu Verkrampfungen der Gebärmutter führen;
  • die Nabelschnur im Mutterleib abreißen;
  • dazu führen, dass ein Welpe feststeckt;
  • im schlimmsten Fall eine Uterusruptur verursachen.

Oxytocin ist kein Mittel, um die Geburt zu beschleunigen.
Es ist ein Notfallmedikament bei bestätigter Wehenschwäche.


Wann hilft Oxytocin nicht?

Oxytocin ist wirkungslos, wenn:

  • der Welpe zu groß ist;
  • der Welpe falsch liegt;
  • der Geburtskanal zu eng ist;
  • ein Welpe bereits festsitzt.

In solchen Fällen verschlimmert es die Situation sogar.

Da Labradorhündinnen in der Regel problemlos gebären, sollte Oxytocin wirklich nur im Notfall und nach tierärztlicher Rücksprache gegeben werden.

Geburt des Labradors: Wie lange dauert die Geburt einer Labradorhündin?

Die Dauer der Geburt des Labradors hängt stark von der Größe des Wurfs ab. Bei einem Wurf von etwa acht Welpen dauert der gesamte Geburtsverlauf in der Regel 5–6 Stunden. Die Welpen kommen normalerweise im Abstand von 20 Minuten bis etwa einer Stunde zur Welt.

Kürzere Abstände sind ebenso möglich wie etwas längere Pausen, solange die Hündin ruhig bleibt, normal atmet, zwischen den Wehen kurze Phasen der Entspannung hat und sich um die bereits geborenen Welpen kümmert. Erst wenn eine längere Pause von über 90 Minuten ohne Fortschritt eintritt oder die Hündin deutlich erschöpft wirkt, besteht Anlass zur Sorge.


Labradorhündin nach der Geburt: Nachgeburten und Fruchtwasser kontrollieren

Pro Welpe gibt es in der Regel eine Nachgeburt und etwa 50–100 ml Fruchtwasser. Bei eineiigen Zwillingen teilen sich zwei Welpen eine gemeinsame Nachgeburt – in diesem Fall kann man an der Plazenta zwei Nabelschnüre erkennen.

Um sicherzugehen, dass keine Nachgeburt in der Gebärmutter zurückbleibt, ist es wichtig, die Zahl der Nachgeburten und Welpen zu vergleichen. Gegen Ende der Geburt sollte man:

  • alle Welpen zählen,
  • alle Nachgeburten zählen,
  • prüfen, ob es eventuell Zwillinge gab (eine Nachgeburt, zwei Nabelschnüre).

Fehlt eine Nachgeburt und es gibt keine Hinweise auf Zwillinge, sollte man aufmerksam bleiben und im Zweifel den Tierarzt hinzuziehen.

Bewährt hat sich ein separates Gefäß mit kaltem Wasser – zum Beispiel ein Topf mit Deckel –, in dem die Nachgeburten gesammelt werden. So kann die Hündin sie nicht fressen, und Sie behalten gut den Überblick.


Labradorhündin nach der Geburt: Erholung in den ersten 24 Stunden

Die ersten 24 Stunden nach der Geburt sind für die Gesundheit der Hündin besonders wichtig. Eine Labradorhündin kann nach den Strapazen der Geburt sehr müde sein:

  • die Atmung ist etwas schneller;
  • die Muskulatur kann zittern;
  • sie hat deutlich mehr Durst.

All das ist zunächst eine normale Reaktion des Körpers. Wichtig ist jetzt:

  • absolute Ruhe;
  • ein sicherer, sauberer Wurfplatz;
  • jederzeit Zugang zu frischem Wasser in Zimmertemperatur;
  • Futter in kleinen Portionen.

Der Magen reagiert nach der Geburt empfindlich, daher beginnt man am besten mit leicht verdaulicher Kost, etwa etwas Brühe oder leichtem, gut verträglichem Futter.

Gleichzeitig sollten Sie die Hündin sorgfältig beobachten:

Ausfluss (Lochien):
Bräunlich-blutiger Ausfluss ist normal.
Wird er jedoch sehr dick, riecht unangenehm oder erscheint eitrig, ist das ein Alarmzeichen.

Körpertemperatur:
Ein leicht erhöhter Wert kann vorkommen.
Bleibt das Fieber jedoch bestehen oder steigt deutlich an, kann das auf eine Entzündung hindeuten.

Normalerweise beruhigt sich eine Labradorhündin innerhalb eines Tages: Sie atmet ruhiger, liegt entspannter bei den Welpen und frisst und trinkt wieder regelmäßiger. Bleibt sie dagegen unruhig, hechelt stark, wirkt apathisch oder lässt die Welpen nicht an sich heran, sollte umgehend ein Tierarzt eingeschaltet werden – das kann auf ein beginnendes Nachgeburtsproblem oder andere Komplikationen hinweisen.


Geburt einer Labradorhündin: Warnsignale nach der Geburt

Ein wichtiges Zeichen dafür, dass möglicherweise eine Nachgeburt in der Gebärmutter zurückgeblieben ist, sind grünliche, schleimige Ausflüsse direkt nach der Geburt oder in den Stunden danach. Normale Lochien sind eher bräunlich-blutig.

Achten Sie daher auf:

  • Farbe der Lochien (bräunlich = meist normal, grünlich oder eitrig = verdächtig);
  • Geruch (stark, faulig = Warnsignal);
  • Häufigkeit (plötzliches Ausbleiben kann ebenfalls auffällig sein).

Wenn 2–6 Stunden nach der Geburt eines Welpen keine passende Nachgeburt erscheint, sollte unbedingt ein Tierarzt oder eine geburtshilflich erfahrene Person hinzugezogen werden. Eine zurückgehaltene Nachgeburt kann zu:

  • Endometritis (Entzündung der Gebärmutter);
  • Fieber;
  • starkem, übelriechendem Ausfluss führen und die Hündin schwer krank machen.

In der normalen Erholungsphase treten Lochien etwa alle 1,5–2 Stunden auf, häufig verstärkt beim Säugen der Welpen. Wenn sich Ausfluss im Inneren staut, kann es zu einem Krampf des Gebärmutterhalses (Zervix) kommen – auch hier ist ein Tierarzt gefragt.

Geburt der Labradorhündin: Wie lange dauert die Geburt?

Die Dauer der Geburt der Labradorhündin hängt stark von der Größe des Wurfs ab. Bei einem Wurf von etwa acht Welpen dauert der gesamte Geburtsverlauf in der Regel 5–6 Stunden. Die Welpen kommen normalerweise im Abstand von 20 Minuten bis etwa einer Stunde zur Welt.

Kürzere Abstände sind ebenso möglich wie etwas längere Pausen, solange die Hündin ruhig bleibt, normal atmet, zwischen den Wehen kurze Phasen der Entspannung hat und sich um die bereits geborenen Welpen kümmert. Erst wenn eine längere Pause von über 90 Minuten ohne Fortschritt eintritt oder die Hündin deutlich erschöpft wirkt, besteht Anlass zur Sorge.


Labradorhündin nach der Geburt: Nachgeburten und Fruchtwasser kontrollieren

Auf jeden Welpen entfällt in der Regel eine Nachgeburt und etwa 50–100 ml Fruchtwasser. Bei eineiigen Zwillingen teilen sich zwei Welpen eine gemeinsame Nachgeburt – in diesem Fall kann man an der Plazenta zwei Nabelschnüre erkennen.

Um sicherzugehen, dass keine Nachgeburt in der Gebärmutter zurückbleibt, ist es wichtig, am Ende der Geburt der Labradorhündin:

  • alle Welpen zu zählen;
  • alle Nachgeburten zu zählen;
  • zu prüfen, ob es möglicherweise Zwillinge gab (eine Nachgeburt, zwei Nabelschnüre).

Fehlt eine Nachgeburt und es gibt keine Hinweise auf Zwillinge, sollte man aufmerksam bleiben und im Zweifel den Tierarzt hinzuziehen.

Bewährt hat sich ein separates Gefäß mit kaltem Wasser – zum Beispiel ein Topf mit Deckel –, in dem die Nachgeburten gesammelt werden. So kann die Hündin sie nicht fressen, und Sie behalten den Überblick.


Labradorhündin nach der Geburt: Erholung in den ersten 24 Stunden

Die ersten 24 Stunden nach der Geburt der Labradorhündin sind für ihre Gesundheit besonders wichtig. Eine Hündin kann nach den Strapazen der Geburt sehr müde sein:

  • die Atmung ist etwas schneller;
  • die Muskulatur kann zittern;
  • sie hat deutlich mehr Durst.

All das ist zunächst eine normale Reaktion des Körpers. Wichtig ist jetzt:

  • möglichst viel Ruhe;
  • ein sicherer, sauberer Wurfplatz;
  • jederzeit Zugang zu frischem Wasser in Zimmertemperatur;
  • Futter in kleinen, leicht verdaulichen Portionen.

Der Magen reagiert nach der Geburt empfindlich, daher beginnt man am besten mit gut verträglicher Nahrung, zum Beispiel etwas Brühe oder einem leichten Futter.

Gleichzeitig sollte die Hündin sorgfältig beobachtet werden:

  • Ausfluss (Lochien):
    Bräunlich-blutiger Ausfluss ist normal.
    Wird er sehr dick, riecht unangenehm oder erscheint eitrig, ist das ein Warnsignal.
  • Körpertemperatur:
    Ein leicht erhöhter Wert kann vorkommen.
    Bleibt das Fieber bestehen oder steigt deutlich an, kann das auf eine Entzündung hinweisen.

In der Regel beruhigt sich eine Labradorhündin innerhalb eines Tages: Sie atmet ruhiger, liegt entspannt bei den Welpen und frisst und trinkt wieder regelmäßiger. Bleibt sie dagegen unruhig, hechelt stark, wirkt apathisch oder lässt die Welpen nicht an sich heran, sollte umgehend ein Tierarzt eingeschaltet werden – das kann auf ein Nachgeburtsproblem oder andere Komplikationen hindeuten.


Geburt der Labradorhündin: Welpen sicher auseinanderhalten

Nach der Geburt der Labradorhündin ist es entscheidend, die Welpen vom ersten Moment an eindeutig zu markieren. Das erleichtert später die Gewichtskontrolle, die Gesundheitsüberwachung und die Dokumentation jeder einzelnen Entwicklung.

Wie man Welpen richtig markiert

Nach jedem Welpen solltest du folgende Informationen notieren:

  • Uhrzeit der Geburt
  • Dauer der Wehen seit dem letzten Welpen
  • Geschlecht
  • Farbe und besondere Merkmale
  • Geburtsgewicht
  • ob die Nachgeburt gleichzeitig gekommen ist

Damit es später zu keiner Verwechslung kommt, hat sich eine kleine, hygienische Fellmarkierung bewährt. Dazu schneidet man ein winziges Stück Fell an einer gut unterscheidbaren Stelle ab, zum Beispiel:

  • linke oder rechte Vorderpfote
  • Schulter
  • Schwanzansatz

Unbedingt notieren, welcher Welpe wo markiert wurde. Die Markierungen sind für die Welpen völlig schmerzfrei und wachsen schnell wieder zu.


Geburt einer Labradorhündin: Erste Zufütterung der Labradorwelpen

Ab etwa der dritten Lebenswoche benötigen Welpen zusätzlich zur Muttermilch erste Beikost. Dies ist besonders wichtig bei großen Würfen oder wenn einzelne Welpen nicht ausreichend an Gewicht zunehmen.

Wann beginnt man mit der Beifütterung?

Ab Tag 21 kann man vorsichtig zufüttern. Ideal geeignet sind:

  • Royal Canin Starter Mousse / Puppy Starter;
  • Purina Pro Plan Starter;
  • hochwertige Spezialfutter für die Aufzucht.

Das Futter wird mit heißem Wasser aufgegossen und zu einem weichen Brei verarbeitet, damit die Welpen es leicht aufnehmen können.

Wichtig: langsam und kontrolliert

  • nur eine neue Komponente pro Tag;
  • Verdauung beobachten;
  • erst bei guter Verträglichkeit erweitern.

Mit vier Wochen dürfen Welpen zusätzlich kleine Mengen fein gehacktes Fleisch oder Hüttenkäse bekommen. Das fördert Wachstum und Energie.


Sicherer Wurfplatz: Wärme und Umgebung

Neugeborene Labradorwelpen besitzen noch keine funktionierende Thermoregulation. Daher ist eine stabile Temperatur überlebenswichtig.

Optimale Umgebungstemperatur

  • in den ersten Tagen: 28–30 °C;
  • gegen Ende der zweiten Woche: 24–26 °C;

Zur Wärmeerhaltung eignen sich:

  • Wärmelampe (mit ausreichend Abstand);
  • Heizkissen mit Stoffüberzug;
  • warme, trockene Unterlagen.

Die Welpen müssen sich aber immer in einen kühleren Bereich zurückziehen können. Überhitzung ist ebenso gefährlich wie Unterkühlung.


Ein sicheres „Nest“ einrichten

Der Liegeplatz sollte:

  • keine Vertiefungen haben (Feststeck-Gefahr);
  • regelmäßig vergrößert werden (Labradore wachsen schnell);
  • täglich mit frischen, trockenen Tüchern ausgelegt werden.

In den ersten zwei Wochen sollten Welpen jeden zweiten Tag gewogen und die Werte genau notiert werden. So erkennst du frühzeitig, ob sich ein Welpe normal entwickelt.


Entwicklung der Labradorwelpen in den ersten Wochen

Gesund wachsende Welpen zeigen:

  • aktives Such- und Saugverhalten;
  • stetige Gewichtszunahme;
  • zunehmende Neugier ab der zweiten Lebenswoche.

Ausscheidung in den ersten Tagen

In der Natur können Neugeborene ihre Ausscheidung noch nicht selbst steuern. Die Mutterhündin:

  • leckt Bauch und Analbereich;
  • stimuliert so Darm und Blase;
  • beruhigt die Welpen zusätzlich.

Wirkt die Hündin überfordert oder sehr müde, kann man mit einem warmen, feuchten Tuch nachhelfen.


Wichtige Entwicklungsschritte der ersten Wochen

  • 7–10 Tage: Augen öffnen sich;
  • 10–15 Tage: Welpen beginnen zu sehen;
  • ca. 14 Tage: Ohrkanäle öffnen sich;
  • ab Tag 14: erste Zähnchen;
  • bis Woche 4: körperliche Zuckungen sind normal;
  • Tag 18: erste Bellversuche, Beginn des Spiels;
  • Ende Woche 3: selbstständiges Absetzen von Kot und Urin;
  • Woche 4: aktive Spielphase, Fressen aus dem Napf.

Am Ende der vierten Woche sehen die kleinen Labradore schon wie „Miniaturhunde“ aus: verspielt, neugierig und voller Energie.

Geburt der Labradorhündin: Ernährung nach der Geburt

Nach der Geburt der Labradorhündin braucht der Körper der Hündin besonders viel Energie, Flüssigkeit und hochwertige Nährstoffe. Die ersten Tage sind entscheidend dafür, wie gut sie sich erholt und wie stabil die Milchproduktion ist.

Womit soll die Hündin nach der Geburt gefüttert werden?

Direkt nach der Geburt ist der Magen oft empfindlich. Deshalb beginnt man mit:

  • leicht verdaulichen Mahlzeiten;
  • kleinen Portionen;
  • Futter mit hohem Feuchtigkeitsgehalt.

Gut geeignet sind:

  • lauwarmer, fettarmer Fleisch- oder Hühnerbrühe (ohne Salz);
  • leicht verdauliches Nassfutter für säugende Hündinnen;
  • hochwertiges Welpenfutter (es hat die richtige Energiedichte für die Laktation).

Wichtig: keine Milch geben

Kuhmilch ist ein häufiger Fehler.
Sie führt bei vielen Hündinnen zu:

  • Durchfall;
  • Bauchkrämpfen;
  • Verdauungsstörungen bei Mutter und Welpen.

Milch steigert NICHT die Laktation — das ist ein verbreiteter Mythos.

Welche Eiweißquellen sind ideal?

Um ausreichend Muttermilch zu bilden, benötigt die Hündin viel hochwertiges Protein. Geeignet sind:

  • Rind oder Kalbfleisch;
  • Hühnerfleisch;
  • Pute;
  • 1–2× pro Woche fettarme Meeresfische (ohne Gräten).

Trockenfutter in Premiumqualität für säugende Hündinnen sorgt für:

  • richtigen Protein-Fett-Gehalt;
  • Vitamine und Mineralien;
  • stabile Energiezufuhr über den ganzen Tag.

Geburt der Labradorhündin: Trinkmenge und Wasserhaushalt

Während der Geburt und in den ersten Tagen beim Säugen verliert die Hündin extrem viel Flüssigkeit. Ihre Milch besteht zu über 75 % aus Wasser — daher ist ausreichendes Trinken lebenswichtig.

Wie viel sollte eine frisch geborene Hündin trinken?

Die Hündin benötigt:

  • ständig frisches, lauwarmes Wasser;
  • am besten direkt neben dem Wurfplatz;
  • bei Bedarf mehrere Näpfe (damit sie nicht aufstehen muss).

Viele Hündinnen sind so stark auf ihre Welpen fixiert, dass sie das Trinken vergessen. Dann muss der Halter die Schüssel direkt an den Wurf legen.

Was zusätzlich helfen kann

  • lauwarme Brühe ohne Salz;
  • Wasser leicht angewärmt (steigert oft die Trinkbereitschaft);
  • hohe Feuchtigkeit im Futter.

Bei mangelnder Aufnahme kann:

  • die Milchproduktion einbrechen;
  • die Hündin geschwächt wirken;
  • im Extremfall Dehydratation entstehen.

Labradorhündin nach der Geburt: Kontrolle der Milchleisten und Vorbeugung gegen Mastitis

Die Milchproduktion steigt in den ersten Tagen massiv an, und bei Labradorhündinnen können die Milchleisten schnell überlastet sein. Daher müssen sie täglich kontrolliert werden.

Welche Anzeichen sind normal?

  • warme, prall gefüllte Milchleisten;
  • keine Schmerzen beim Berühren;
  • gleichmäßige Konsistenz der einzelnen Drüsen.

Warnzeichen für einen beginnenden Mastitis

Achte auf:

  • harte oder knotige Stellen;
  • starke Wärmeentwicklung;
  • gerötete Hautbereiche;
  • Schmerzreaktionen;
  • Fieber oder Teilnahmslosigkeit der Hündin.

Dies kann auf eine Entzündung der Milchdrüse hinweisen — ein Zustand, der sehr schnell behandelt werden muss.


Wie beugt man Mastitis vor?

Wichtig ist eine gleichmäßige Entleerung aller Zitzen.

Praktische Maßnahmen:

  1. Lege starke Welpen an die schwer erreichbaren oberen Zitzen an, damit diese gut entleert werden.
  2. Setze schwächere Welpen an die leichter saugbaren unteren Zitzen, um ihnen das Trinken zu erleichtern.
  3. Wenn eine Zitze überfüllt bleibt, streiche vorsichtig etwas Milch aus, jedoch ohne die Zitze vollständig zu entleeren.
  4. Kurze, kühlende Kompressen von 2–3 Minuten können Anfangsschwellungen reduzieren und der Hündin Erleichterung verschaffen.

Wenn jedoch:

  • harte Knoten entstehen;
  • die Hündin Schmerzen zeigt;
  • Fieber auftritt,

muss der Tierarzt eingeschaltet werden.

Gewichtskontrolle der Welpen nach der Geburt der Labradorhündin

Nach der Geburt der Labradorhündin beginnt für die Welpen ein äußerst schneller Wachstumsprozess. Deshalb ist eine konsequente Gewichtskontrolle eine der wichtigsten Aufgaben des Züchters oder Halters.

Wie oft sollte man Welpen wiegen?

  • In den ersten 14 Tagen: täglich oder mindestens alle zwei Tage;
  • Ab der dritten Woche: 2–3 Mal pro Woche;
  • Ab Woche 4: nach Bedarf, aber regelmäßig.

Das Wiegen sollte immer zur gleichen Uhrzeit stattfinden. Ideal ist eine digitale Küchenwaage mit einer kleinen Schale oder einem Handtuch.

Normale Gewichtszunahme

Ein gesunder Welpe sollte:

  • täglich etwa 5–10 % seines Körpergewichts zunehmen;
  • spätestens nach 7–10 Tagen sein Geburtsgewicht verdoppeln.

Wenn ein Welpe regelmäßig zunimmt, aktiv saugt und sich normal verhält, steht einer gesunden Entwicklung nichts im Weg.


Schwache Welpen erkennen und unterstützen

Nicht alle Welpen entwickeln sich gleich schnell. Manche sind kräftiger, andere brauchen mehr Hilfe. Eine frühzeitige Beobachtung ist entscheidend.

Warnzeichen, die auf Unterstützung hinweisen

  • Der Welpe findet die Zitze nicht oder wird oft verdrängt;
  • Er schläft übermäßig viel und bewegt sich wenig;
  • Er verliert Gewicht oder nimmt kaum zu;
  • Er wirkt schwächer als seine Geschwister;
  • Kalte Pfötchen oder Bauch (Unterkühlung).

Was kann man tun?

  1. Sofort an eine gut gefüllte Zitze anlegen
    Besonders die hinteren Milchleisten produzieren oft am meisten Milch.
  2. Bei großen Würfen in Gruppen säugen lassen
    Teile die Welpen in zwei Gruppen, damit jeder ausreichend Zeit an der Hündin hat.
  3. Wärme sicherstellen
    Unterkühlte Welpen können nicht saugen.
    Erst wärmen, dann anlegen.
  4. Sanftes Zufüttern (wenn nötig und nach Absprache mit Tierarzt)
    Bei anhaltender Schwäche: Welpenmilch mit Flasche oder Sonde (nur unter Anleitung).
  5. Regelmäßige Kontrolle
    Einen schwachen Welpen wiegt man besser 2× täglich, bis er stabil ist.

Je früher eine Unterstützung erfolgt, desto größer sind die Überlebenschancen.


Erster Tierarztbesuch nach der Geburt der Labradorhündin

Auch wenn die Geburt problemlos verlief, benötigen sowohl die Hündin als auch die Welpen einen frühen, routinemäßigen Gesundheitscheck.

Wann sollte man zum Tierarzt?

Optimal ist ein Besuch 48–72 Stunden nach der Geburt.

Was wird bei der Hündin kontrolliert?

  • ob alle Nachgeburten vollständig abgegangen sind;
  • Zustand der Gebärmutter (Abtasten, eventuell Ultraschall);
  • Temperatur und Allgemeinbefinden;
  • Milchleisten: kein Beginn einer Mastitis;
  • mögliche Verletzungen nach der Geburt.

Falls die Hündin Fieber, starken Ausfluss oder Appetitverlust zeigt, sollte man noch früher in die Praxis.

Was wird bei den Welpen untersucht?

  • Saugreflex und Muskeltonus;
  • eventuelle angeborene Fehlbildungen;
  • Herz, Atmung, Bauch;
  • Nabelregion (Reizung, Infektion);
  • symmetrisches Wachstum.

In seltenen Fällen empfiehlt der Tierarzt Blutuntersuchungen oder ein Ultraschall der Hündin, um sicherzugehen, dass die Rückbildung der Gebärmutter normal verläuft.

Geburt der Labradorhündin: Wann Besucher erlaubt sind

Nach der Geburt der Labradorhündin ist die Hündin besonders sensibel gegenüber ihrer Umgebung. Auch normalerweise freundliche und ausgeglichene Labradorhündinnen können in dieser Phase ungewohnt wachsam, reizbar oder schützend reagieren. Die ersten Wochen sind entscheidend für die Stabilität des Mutter-Kind-Verhaltens.

Warum Besucher in den ersten Tagen tabu sind

Direkt nach der Geburt benötigt die Hündin:

  • absolute Ruhe;
  • Sicherheit;
  • ein stabiles Nest ohne fremde Gerüche und Stimmen.

Fremde Einflüsse können zu:

  • Stress;
  • Nervosität;
  • Störungen der Milchproduktion;
  • Ablehnung einzelner Welpen führen.

Besonders die ersten 10–14 Tage gelten als Phase mit dem höchsten Schutzbedürfnis.

Ab wann darf man Besucher zulassen?

Frühestens ab Woche 3.

Warum gerade ab der dritten Woche:

  1. Die Welpen öffnen die Augen und Ohren.
  2. Sie beginnen erste soziale Reaktionen zu zeigen.
  3. Die Hündin entspannt sich hormonell.
  4. Das Risiko, dass die Mutter Besucher als Bedrohung wahrnimmt, sinkt deutlich.

Wie sollten Besucher sich verhalten?

Damit Mutter und Welpen keinen Stress erleben:

  • kurze Besuche (10–15 Minuten);
  • ruhige Stimmen, keine schnellen Bewegungen;
  • Hände waschen, keine starken Düfte.
  • Besucher sollten nicht den Wurfplatz überfallen, sondern Abstand halten, bis die Hündin sich sichtbar entspannt.
  • Welpen nicht zu früh hochnehmen – meist frühestens ab Woche 4 erlaubt.

Ein guter Züchter erklärt den Besuchern vorher, was erlaubt ist und was nicht. Ziel ist: neugierige Eindrücke für die Welpen – aber null Stress für die Mutter.

Wann dürfen Labradorwelpen in neue Familien abgegeben werden?

Der optimale Zeitpunkt, Welpen in ihr neues Zuhause zu geben, liegt zwischen 8 und 10 Wochen. Dies ist ein international anerkannter Standard in der Hundezucht.

Warum nicht früher?

Welpen, die zu früh abgegeben werden (vor Woche 8), verlieren wichtige Lernphasen:

  • Sozialisierung mit Geschwistern;
  • Beißhemmung;
  • Selbstbeherrschung im Spiel;
  • emotionale Bindung an die Hündin;
  • erste Kommunikation mit Artgenossen.

Ein Welpe mit 6–7 Wochen wirkt äußerlich „fertig“, ist aber emotional und sozial noch extrem abhängig. Eine zu frühe Trennung kann später zu:

  • Unsicherheit;
  • Geräuschängsten;
  • Schwierigkeiten im Sozialverhalten;
  • erhöhter Stressanfälligkeit führen.

Warum nicht zu spät?

Auch ein zu spätes Abgeben (nach 12 Wochen) ist nicht ideal:

  • Der Welpe bindet sich sehr stark an den Züchter.
  • Die Umgewöhnung an eine neue Familie fällt schwerer.
  • Es entstehen manchmal Trennungsprobleme.
  • Die Sozialisierungsphase läuft weiter – und sollte in der neuen Familie stattfinden.

Die Wochen 8 bis 12 sind die sensibelste Lernphase für:

  • Umwelterfahrungen;
  • neue Menschen;
  • Alltagssituationen;
  • erste kleine Erziehungsaufgaben.

Deshalb ist ein Umzug in dieser Phase optimal.

Was muss vor der Abgabe erledigt sein?

Ein seriöser Züchter sorgt dafür, dass die Welpen vor dem Umzug:

  • entwurmt wurden (mehrmals);
  • eine erste Grundimpfung bekommen haben;
  • vom Tierarzt untersucht wurden;
  • einen Gesundheitspass erhalten haben;
  • ein Gutachten bzw. eine Wurfabnahme hatten;
  • eindeutige Markierungen (Chip) besitzen – je nach Land und Verband.

Außerdem bekommt der neue Besitzer:

  • Futterplan;
  • Trainingshinweise;
  • Angaben zur Entwicklung;
  • Informationen über Charakter und Besonderheiten des Welpen.

Dies erleichtert dem Welpen die Eingewöhnung enorm.

Wie bereitet man Labradorwelpen auf den Umzug vor?

Die letzten Wochen vor der Abgabe spielen eine entscheidende Rolle dafür, wie sicher, neugierig und ausgeglichen der Welpe später im neuen Zuhause ankommt. Ein gut vorbereiteter Welpe meistert die Eingewöhnung deutlich leichter.

Sozialisierungsphase nutzen (4.–8. Woche)

In dieser Phase lernen Welpen:

  • neue Geräusche kennen (Staubsauger, Klingel, Fernseher);
  • verschiedene Untergründe (Fliesen, Teppich, Wiese);
  • erste kurze Kontakte zu Menschen unterschiedlichen Alters;
  • sanfte Berührungen und tierärztliche Handgriffe (Ohren ansehen, Pfoten anfassen).

Jeder positive Kontakt hilft, spätere Unsicherheiten zu vermeiden.

Stärkung der Selbstständigkeit

Welpen sollen lernen:

  • kurz ohne Mutter zu bleiben;
  • ein bisschen Abstand zu Geschwistern zu tolerieren;
  • erste leichte Aufgaben zu lösen (Mini-Suchspiele);
  • aus einem eigenen Napf zu fressen, ohne Konkurrenzdruck.

Diese kleinen Schritte verhindern panische Reaktionen, wenn der Welpe später plötzlich ohne Mutter und Wurfgeschwister in einer neuen Umgebung lebt.

Übergang zur neuen Familie erleichtern

Damit der Welpe sich im neuen Zuhause schneller wohlfühlt, hilft es, ihm Folgendes mitzugeben:

  • ein Tuch oder Spielzeug mit dem Geruch des Wurfs;
  • eine kleine Portion des gewohnten Futters;
  • eine Übergangsdecke, die Sicherheit vermittelt.

Geruch ist für Welpen ein starker emotionaler Anker – er beruhigt, schafft Orientierung und verringert Heimweh.


Checkliste für neue Besitzer eines Labradorwelpen

Ein Welpe kann nur dann gut starten, wenn Gutachter, Züchter und neue Familie Hand in Hand arbeiten. Damit der Übergang reibungslos verläuft, sollte der Züchter dem neuen Besitzer eine vollständige Informationsmappe übergeben.

Was der Welpe bei der Abgabe haben sollte

  • Impfpass (EU-Heimtierausweis);
  • Erstimpfung;
  • Mehrfache Entwurmung;
  • Gesundheitscheck beim Tierarzt;
  • Mikrochip / Registrierung;
  • Wurfabnahme / Zuchtunterlagen;
  • Gewichtsentwicklung bis zur 8.–10. Woche;
  • Information zu eventuellen Besonderheiten;
  • Vertrag über den Kauf / die Abgabe.

Was der neue Besitzer unbedingt wissen sollte

  • Futterplan für die ersten Wochen;
  • Impf- und Entwurmungsrhythmus;
  • Hinweise zur Entwicklung (Charakter, Stärken, Besonderheiten);
  • Was der Welpe schon kennt (Geräusche, Untergründe, Menschen);
  • Was der Welpe noch nicht kennt – wichtig für die weitere Sozialisierung;
  • Erste Empfehlungen zur Stubenreinheit;
  • Hinweise zur sicheren Transportbox für den Heimweg.

Wichtige Grundausstattung für das neue Zuhause

Der Züchter sollte dem Käufer eine Liste mitgeben. Sie umfasst u. a.:

  • geeignete Futter- und Wassernäpfe;
  • Welpenfutter für die ersten 7–10 Tage;
  • Transportbox oder Sicherheitsgurt fürs Auto;
  • Welpengeschirr oder Halsband und Leine;
  • kuschelige Decke;
  • ausgewähltes Welpenspielzeug;
  • Enzymreiniger (für kleine Missgeschicke).

Durch diese Vorbereitung wird der Start für den Welpen sanfter, sicherer und stabiler. Der Übergang von der vertrauten Wurfbox zum neuen Zuhause gelingt um ein Vielfaches stressfreier.

Geburt einer Labradorhündin – häufig gestellte Fragen

❓ Ab wann sieht man eine Schwangerschaft bei einer Labradorhündin?

Die ersten äußeren Anzeichen einer Trächtigkeit sind meist nach 25–30 Tagen nach der Paarung sichtbar.
In dieser Zeit können sich die Zitzen leicht vergrößern, und Verhalten oder Appetit der Hündin verändern sich.
Ein deutlich wachsender Bauch ist meist ab dem 40.–45. Tag erkennbar.


❓ Wie viele Welpen bekommt ein Labrador beim ersten Wurf?

Beim ersten Wurf bringt ein Labrador in der Regel 4 bis 7 Welpen zur Welt.
Manchmal sind es weniger, seltener mehr.
Die Anzahl hängt vom Alter der Hündin, ihrer Gesundheit und genetischen Faktoren ab.


❓ Gibt es einen Unterschied zwischen dem ersten und weiteren Würfen?

Ja, es gibt deutliche Unterschiede.

  • Beim ersten Wurf sind es meist weniger Welpen.
  • Bei weiteren Würfen ist der Wurf oft größer.

Auch der Geburtsverlauf unterscheidet sich.


❓ Beeinflusst die erste Geburt die Dauer der Geburt bei einer Labradorhündin?

Ja.

  • Erste Geburt: meist länger, etwa 8–24 Stunden
  • Weitere Geburten: oft kürzer, etwa 6–12 Stunden

Bei Erstgebärenden öffnet sich der Geburtskanal langsamer, und die Wehen sind manchmal weniger koordiniert.


❓ Sind erste Geburten schwieriger?

Oft ja.

Bei der ersten Geburt:

  • ist die Hündin häufig unsicher oder nervös,
  • können die Pausen zwischen den Welpen länger sein,
  • besteht ein etwas höheres Risiko für Geburtsprobleme.

Bei späteren Geburten verläuft der Prozess meist ruhiger und leichter.


❓ Kann eine Labradorhündin alleine gebären?

Ja.
Labradore sind eine robuste Rasse und können in den meisten Fällen selbstständig gebären, ohne Hilfe von außen.
Dennoch sollte die Geburt immer überwacht werden.


❓ Bewegen sich die Welpen im Bauch einer trächtigen Labradorhündin?

Ja.
Ab etwa dem 45.–50. Trächtigkeitstag sind die Bewegungen der Welpen oft deutlich spürbar, besonders wenn die Hündin ruhig liegt.


❓ Wie lange dauert die Geburt bei einer Labradorhündin?

Die Geburt dauert in der Regel 6–12 Stunden.
In manchen Fällen, vor allem bei vielen Welpen, kann sie sich bis zu 24 Stunden hinziehen.

Pausen zwischen den Welpen von 15 Minuten bis zu 1–2 Stunden gelten als normal, solange es der Hündin gut geht.


❓ Wann sollte man einen Tierarzt rufen?

Ein Tierarzt sollte kontaktiert werden, wenn:

  • starke Wehen länger als 30–40 Minuten anhalten, ohne dass ein Welpe geboren wird,
  • der Abstand zwischen zwei Welpen mehr als 2–3 Stunden beträgt,
  • starke Blutungen, extreme Schwäche oder starke Schmerzen auftreten.

❓ Muss man einen speziellen Platz für die Geburt bei einer Labradorhündin vorbereiten?

Ja, unbedingt.
Ein ruhiger, warmer und sauberer Platz hilft der Hündin, stressfrei zu gebären.
Eine Wurfkiste oder eine weiche Unterlage mit Einmalunterlagen ist ideal.


Vergleich: Erste und weitere Geburten bei der Labradorhündin

MerkmalErste GeburtWeitere Geburten
Anzahl der Welpen4–76–10
Dauer der Geburt8–24 Stunden6–12 Stunden
SchwierigkeitEtwas höherMeist leichter
Verhalten der HündinUnsicher, nervösRuhiger, erfahren
Risiko von KomplikationenEtwas erhöhtGeringer

Kurz zusammengefasst

  • Erste Geburt: weniger Welpen, dauert länger, etwas anspruchsvoller
  • Weitere Geburten: mehr Welpen, schneller und leichter
  • Labradore können in den meisten Fällen problemlos selbst gebären

Fazit: Die Geburt der Labradorhündin und die ersten Wochen – Verantwortung, Wissen und Fürsorge

Die Geburt der Labradorhündin ist ein natürlicher, aber zugleich anspruchsvoller Prozess, der Ruhe, Vorbereitung und ein wachsames Auge erfordert. Wenn die Hündin in einer sicheren Umgebung begleitet wird, ihre Bedürfnisse ernst genommen werden und bei Auffälligkeiten rechtzeitig fachliche Hilfe geleistet wird, verlaufen die meisten Geburten problemlos und die Welpen kommen gesund zur Welt. So schaffen Fürsorge, Wissen und Gelassenheit die besten Voraussetzungen für einen starken Start ins Leben.


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